Econova IT-Sonderausgabe “Gipfelstürmer – Tirols IT auf höchstem Niveau”
In Kooperation mit der Zeitschrift Econova kam heute unsere IT-Sonderausgabe heraus. Unser Ziel ist es, die Stärke unserer Branche und den Stellenwert der IT in der Region zu demonstrieren. Eindrucksvoll zeigen wir die vielfältige Fachkompetenz und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Tiroler IT Firmen.
Anbei eine Kopie des Leitartikels:
Animationssoftware für internationale TV-Anstalten aus Schwaz? Firewalls für Großunternehmen aus Innsbruck? Tiroler Skischulsoftware in Dubai? Dass Tirol auch äußerst erfolgreiche IT-Unternehmen beheimatet, würde man dem tourismusbezogenen Land auf den ersten Blick kaum zutrauen… umso spannender und vielschichtiger präsentiert sich der zweite Blick auf die heimische IT-Szene!

Informationstechnologie ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken, beruflich wie privat nutzen wir täglich die Vorzüge der IT. Ob Ottonormalverbraucher oder Großunternehmen, Mobiltelefon oder Großrechner, die Informationstechnologie hat unser Leben voll und ganz erfaßt.
Besonders für Unternehmen ist die IT schon längst eine führende Schlüsseltechnologie, die sich durch alle Unternehmensbereiche zieht, sei es um miteinander zu kommunizieren, Prozesse zu steuern oder die Effizienz zu steigern.
Obwohl die IT- Branche in Tirol noch sehr jung ist, steht sie mit mehr als 1.300 Unternehmern und über 2.000 Beschäftigten an beachtlicher zweiter Stelle nach dem Tourismus in Tirol.
Wachstumspotenzial trotz Krise
Das enorme Potential zur Effizienzsteigerung in Unternehmen sagt der Branche in den kommenden Jahren ein deutliches Wachstumspotential voraus. Alleine im Umfeld des Internets sind für dieses Jahr unter Berücksichtigung der momentanen Wirtschaftslage Wachstumsraten von bis zu 20% prognostiziert.
Wie wichtig eine gut abgestimmte IT für ein Unternehmen ist, hat eine Studie des Top Unternehmensberaters A.T. Kearney * im letzten Jahr ergeben: gut 5% Umsatzwachstum entgehen der Wirtschaft pro Jahr, wenn die unternehmenseigene IT den Geschäftsanforderungen unzureichend entspricht. Laut Experten wäre mit der „richtigen“ IT eine Umsatzsteigerung von 3 – 8% in Unternehmen aller Art möglich.
Nachholbedarf in Tirol
„Nach Meinung einiger Experten hinkt der Einsatz von wettbewerbsfördernder IT in Tirol bis zu sieben Jahre hinterher“ so Christoph Holz, Berufsgruppensprecher IT der WK Tirol. Das heißt natürlich auch, dass den Tiroler Unternehmen etliche Millionen Euro per anno entgehen, nur weil sie der IT zu wenig Augenmerk schenken. „ Die IT wird oft nach wie vor als reiner Kostenfaktor angesehen und nicht als Wachstumshebel erkannt“ so Holz weiter. “Nachholbedarf besteht aber nicht nur bei den Anwendern, sondern auch beim Selbstbewusstsein der IT-Firmen selbst. Die Entwicklung der Tiroler IT-Branche braucht revolutionäre und phantasievolle Ideen und Visionen. Sie braucht Vorbilder. Was hinter dem Selbstbewusstsein der Tiroler IT-Wirtschaft an realen Potentialen steckt, kann die hier folgende Auswahl an IT-Unternehmen eindrucksvoll belegen“
Tiroler Pioniere
„Wir befinden uns gerade in einer echten Pioniersituation“, beschreibt WK-Berufsgruppensprecher und selbst IT-Unternehmer Christoph Holz die Situation in Tirol. „Da wir eine sehr große Unternehmergruppe sind, haben wir jetzt begonnen, uns zu organisieren und auch das nötige Gehör zu verschaffen.“ In Tirol IT-Unternehmer zu sein, hat sicher einige Vorteile, aber auch gewisse Schwächen. „Tirol ist kein Standort, dem man IT-Kompetenz zuschreiben würde – man schreibt uns zu, dass wir ein erfolgreicher Tourismusstandort sind. Bei meinen Kunden in Norddeutschland hätte ich kein Problem, einen Skikurs zu verkaufen. Sie würden glauben, dass ich es kann, obwohl ich es nicht kann. Bei Hochtechnologie, Informatik und Informationstechnologie ist das leider viel schwieriger. Da müssen wir dann doppelt so gut sein wie die Konkurrenz.“
Das Land Tirol hat längst erkannt, dass eine starke Zukunftsbranche die richtigen Rahmenbedingungen braucht. Im Rahmen der Informatikinitiative des Landes Tirol wurde 2001 mit der Einrichtung eines Informatikinstituts an der Leopold-Franzens-Universität und eines Fachhochschulstudiums für Angewandte Informatik am MCI zunächst einmal für Forschung und Lehre ein Grundstock gelegt. Im Jahr 2007 hat die Wirtschaftskammer mit dem Start der „Initiative zum Ausbau der Tiroler IT-Wirtschaft“ neue Impulse gesetzt. 2008 wurde schließlich unter Federführung der Tiroler Zukunftsstiftung auch ein IT-Cluster gegründet, welcher sich mit der Entwicklung der ITWirtschaft auseinandersetzt. Hier geht es vor allem um die Aktionsfelder Information und Kommunikation, Qualifizierung, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, Kooperation und Internationalisierung.
Phion Gründer Dr. Wieland Alge sieht in der Standortfrage IT noch einen anderen Aspekt: „IT-Standorte wie München oder Massachusits entstehen nicht nur rund um tolle Unis, sondern vor allem dort wo hungrige Leute auf hungriges Geld treffen.“ Engagierte und ehrgeizige und vor allem auch gut ausgebildete Köpfe gehören also ebenso zu einem erfolgreichen Standort wie eine solide Wirtschaft.
Vielschichtige Branche
„Es gibt kaum eine Branche, die gleich heißt, aber die value-chain so fundamental unterschiedlich ist“ weiß Insider Dr. Wieland Alge, CEO der phion AG über die vielen verschiedenen Arbeitsbereiche der IT. So gibt es neben Softwareentwicklern, Händlern für Hard- und/oder Software auch Berater, System-Betreuer und Techniker – hier finden sich also Forscher und Entwickler, Dienstleister und Produkthersteller unter einem Branchendach. Diese sehr unterschiedlichen Unternehmensansätze verlangen auch sehr unterschiedliche Unternehmensstrategien, Marketing- und Salesaktivitäten.
Hohe Serviceorientierung
Die Tiroler IT-Unternehmen brauchen internationale Konkurrenz nicht zu fürchten, denn sie punkten vor allem mit einem sehr ausgereifter Dienstleistungskompetenz. Und dieser ist in der IT natürlich auch gefragt, da man als Anwender nicht immer alles wissen kann und auf professionellen Rat und Hilfe angewiesen ist. Dass sich die Tiroler ITler diesen Serviceorientierung von den Touristikern erfolgreich abgeschaut haben, beweisen zahlreiche IT- Unternehmer in ihrem täglichen Einsatz am Kunden. So nimmt z.B. das kleine Tiroler IT-Unternehmen Wallak bei der von IBM in den EMEA Ländern durchgeführten Kundenzufriedenheitsanalyse fünf mal in Folge den ersten Rang ein! Ein entscheidender Wettbewerbsvorteil also, den die Tiroler IT-Branche sich durchaus zum großen Nutzen machen kann.
Revolutionäre Ideen
Ob intelligente und zukunftsweisende Warenlogistik oder spezielle Krankenhauslösungen, Skischulsoftware, das digitale Hotelzimmer, Firewallprojekte oder Animationssoftware für internationale Fernsehanstalten, Tirol kann auf einige IT- Unternehmen stolz sein, die beweisen, dass man mit revolutionären Ideen und weitblickenden Visionen weit über die Landesgrenzen hinaus erfolgreich sein kann.
Wir haben einen kleinen Querschnitt spannender Tiroler IT-Unternehmen mit unterschiedlichsten auch im Ausland erfolgreichen Geschäftskonzepten herausgenommen und deren Verantwortliche nach ihrem Erfolgsrezept und zum Standort Tirol befragt.
