Rechtsfragen Open Source mit Dr. Alexander Skribe

Gastgeber Christoph Holz mit Dr. Skribe und Organisator Manfred Kreuz
Das schöne an Open Source ist ja, dass man sich über Rechtsfragen keine Gedanken machen muss. Oder doch? Um hier einen Einstieg zu finden, haben wir den Spezialisten Dr. Alexander Skribe aus Wien einfliegen lassen. In einem sehr dynamischen Vortrag hat er uns nahe gebracht, wie Juristen dieses Thema sehen und was auf Programmierer dabei so alles zukommen kann. Dr. Skribe hat in Graz Jus studiert und sich früh auf IT-Recht spezialisiert. Er beschäftigt sich seit 2003 mit Open Source. Derzeit arbeitet er als Anwalt in Wien.
Der Vortrag begann mit einem kurzem Abriss über die Geschichte von Open Source. 1984 hatte Richard Stallman die Free Software Foundation mit dem Ziel geründet, ein System von frei zugänglicher Software zu schaffen – auf der Basis von Geben und Nehmen: GNU, die General Public Licence.
Mit den Instrumenten des Copyrights sollte “Copyleft” also die freie Verfügbarkeit sichergestellt werden. Weil in staatlichen Rechtssysteme das Verschenken von Rechten nicht vorgesehen ist, ergeben sich daraus einige komplexe rechtliche Fragestellungen. Alleine die unterschiedliche Interpretation des Begriffes “Lizenz” bzw. “Licence” im europäischen und anglikanischen Raum brachte in der Veranstaltung schon eine angeregte Diskussion.
Abgerundet wurde der Vortrag mit Ausführungen zu den Rechtsfragen, die sich aus der kooperativen Softwareentwicklung mit gemeinsamen Rechten und den Haftungsfragen beim Verschenken von Software ergeben. Für mich persönlich war es spannend, zu hören wie Juristen das Thema Open Source sehen und worauf man aufpassen muss.

