Die IT-Industrie wird noch immer überwiegend von Männern dominiert, auch wenn einzelne Ausnahmetalente wie beispielsweise Sheryl Sandberg oder Marissa Mayer immer wieder für Aufsehen in den Medien sorgen. Dabei sind die Karriere- und Verdienstchancen in der Hardware- und Softwareentwicklung für Männer und Frauen überaus lukrativ. Zudem bieten besonders Jobs in der Programmierung und Webentwicklung zumeist Vorteile wie flexible Zeiteinteilung oder die Nutzung von Homeoffice, wodurch sich diese Stellen sehr gut mit dem Familienleben vereinbaren lassen. Warum sind dennoch weniger als 30 % aller IT-Jobs mit Frauen besetzt und was muss sich ändern, um diesen Sektor für Frauen interessanter zu machen?

Warum sind Frauen in der IT eine Ausnahmeerscheinung?

Jobs in der IT werden immer gefragter, wobei Umfragen zufolge allein in Deutschland mehr als 200.000 Computerfachkräfte fehlen. Die Zukunftsaussichten in diesem Sektor sind somit rosig und auch die Bezahlung ist in der Regel überdurchschnittlich. Dennoch sind weniger als 20 % aller Bewerber im IT-Bereich Frauen. Die Wurzeln dieses Phänomens lassen sich dabei meist schon in der Schulzeit finden. So sind Mädchen keineswegs mathematisch unbegabter als Jungs, jedoch fehlt es ihnen an Vorbildern und adäquater Förderung. Studien belegen, dass das Desinteresse an Mathematik und Informatik häufig darauf zurückzuführen ist, dass Lehrer Mädchen ganz einfach anders behandeln. Diese Ungleichbehandlung ändert sich auch im Laufe der Jahre nicht. So geben mehr als die Hälfte aller Studentinnen von sogenannten MINT-Fächern an, schon einmal aufgrund ihres Geschlechts während ihrer Ausbildung diskriminiert worden zu sein. Viele junge Frauen brechen daher ihr technisches Studium ab oder wechseln in einen anderen Bereich.

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