Das Milka-Werk in Lörrach ist ein gutes Beispiel welche Herausforderungen durch die Cyber-Kriminalität auf Unternehmen warten. Normalerweise werden dort täglich bis zu 4,5 Millionen Tafeln Schokolade produziert, die Produktion stand aber aufgrund der Ransomware Petya mehrere Tage still. Petya ist eine Erpressersoftware, die ähnlich ihrem bekannterem Vorgänger Wannacry Daten verschlüsselt und erst nach Zahlung einer bestimmten Summe wieder freigibt. (Lesen Sie den gesamten Artikel dazu unter: http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/wegen-erpressersoftware-petya-milka-fabrik-steht-seit-einer-woche-still/20013388.html

Ob in Supermärkten ein Milka-Mangel droht, war vorerst unklar. Fest steht jedoch, dass dem Unternehmen so großer finanzieller Schaden entstand. Der Fabrikverkauf in Bad Fallingbostel konnte trotz mangelndem Nachschub fortgeführt werden. „Irgendwann wären denen schlicht und ergreifend die Ware ausgegangen“, sagte Ing. Alfred Gunsch, Berufsgruppensprecher aller Tiroler IT Firmen. Cybercrime wird sehr rasch das Nummer-1-Risiko für Firmen und deshalb mehr Aufmerksamkeit und Budgets erfordern. Der Schaden für Unternehmen wächst enorm und auch die Häufigkeit von derartigen Angriffen nimmt spürbar zu.“ Tiroler IT-Unternehmen setzen sich tagtäglich mit dieser Thematik und der Schadensprävention für Unternehmen, also funktionierenden Abwehrmaßnahmen auseinander. Außerdem sorgen sie für eine effektive Sicherung der Daten, sodass im Ernstfall Daten, Spezifikationen und Einstellungen schnell rekonstruiert werden können.

Unter der Nummer 0800 888 133 erhalten Mitglieder der Wirtschaftskammer ab sofort eine kostenlose Erste-Hilfe bei Cyberattacken aller Art.

Auch Beiersdorf betroffen
Die Attacke hatte auch Beiersdorf erwischt. Die Problematik betrifft offensichtlich viele Branchen. Wenn auch die Auswirkungen der Schadsoftware – abhängig von den betroffenen Rechnern – sehr unterschiedlich sind. Im Fall des Konzerns hinter Nivea, Eucerin, Hansaplast und Co waren die Kommunikationseinrichtungen betroffen.  „Die Erreichbarkeit per E-Mail und Telefon ist an den meisten Standorten wieder hergestellt.“, erklärt das Hamburger Unternehmen nach relativ kurzer Zeit. Der reguläre Geschäftsbetrieb und die Produktion seien ebenfalls wieder angelaufen.

Schwierigkeiten bei Durex
Durex nach kämpft einige Zeit mit Produktionsschwierigkeiten. Reckitt Benckiser, der Mutterkonzern der Kondom-Marke, rechnet mit Umsatzeinbußen in Höhe von 100 Millionen Pfund. Die Schadenschätzung konnte lange Zeit nicht abgeschlossen werden, da das Gesamtausmaß nicht genau kalkuliert werden konnte.  Die vorgerechnete Umsatzeinbuße wird wahrscheinlich etwa ein Prozent des Umsatzes ausmachen. Die Konzernmutter konnte auf die Probleme nur schwer reagieren: “Consequently, we were unable to ship and invoice some orders to customers prior to the close of the quarter. Some of our factories are currently still not operating normally but plans are in place to return to full operation.”

weitere Informationen unter: derstandard.at/2000060941304/WegenPetya-Cyberattacke-Milka-und-Durex-Werke-tagelang-ausser-Betrieb und
https://www.theguardian.com/business/2017/jul/06/cyber-attack-nurofen-durex-reckitt-benckiser-petya-ransomware

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