Gruppenfoto CES

Als Delegationsleiter war ich mit einer Gruppe Tiroler Unternehmer in Las Vegas – am Hotspot der Informationstechnologie bei der größten IT Messe der Welt, der CES. Besonders beeindruckt haben mich die vielen kleinen Start-up Unternehmen, die uns in den verschiedensten Bereichen das Leben leichter machen können. Hier ein Auszug aus meinen Beobachtungen:

Ein österreichischer Betrieb hat einen Rucksack vorgestellt, ausgestattet mit einer Photovoltaikanlage. Somit kann man jetzt auch beim Wandern seinen Akku aufladen. Cool fand ich auch einen Kinderwagen, der selbst fährt und sich sogar selbst zusammenklappt. Das einzige Manko daran: der schwere Akku macht es unmöglich ihn ins Auto zu heben. Vielleicht sollte man für die Zukunft eine Erweiterung planen, damit der Kinderwagen selbst ins Auto klettert.

Für die Hausfrau/ den Hausmann von heute habe ich auch etwas entdeckt: einen Fensterputzroboter. Wie man das von den Aquarien kennt, fahren zwei Geräte parallel zueinander die Fensterscheibe auf und ab und reinigen diese. Was ich jedoch nicht herausgefunden habe ist, was mit dem Roboter passiert, wenn am oberen Ende der Scheibe der Akku leer wird.

Zwei Filme gleichzeitig abspielen kann ein ausgestellter 3D Fernseher. Wie das funktioniert? Ein „gewöhnlicher“ 3D Fernseher spielt 2 Bilder: eines für das rechte Auge, eines für das linke. Dieser Fernseher spielt in der gleichen Zeit 4 Bilder ab. Mithilfe eines Knopfes an der 3D Brille kann man den gewünschten Film aussuchen, und damit der Ton dazu passt werden die Kopfhörer gleich mitgeliefert. Warum ich diese Innovation besonders interessant finde? Weil sie Ehen rettet, indem sie ein Problem löst, dass schon seit Jahrzehnten in Haushalten vorherrscht: den allabendliche Kampf um die Fernbedienung.

Die ganz großen Innovationen sind dieses Jahr allerdings ausgeblieben. Auffällig war, dass Microsoft zum ersten Mal nicht bei der CES vertreten war. Daran merkt man – vielen fällt nichts mehr ein.

Unser Reisebudget haben wir in den Spielhallen Las Vegas nicht zurückgewonnen, weil wir es gar nicht versucht haben. Das Abendprogramm war trotzdem ausgesprochen interessant. Unsere Dinner-Gesellschaft war der Leiter des Stadtmarketings von Las Vegas. Auch Las Vegas setzt Maßnahmen um sich als IT-Standort zu etablieren. Mit 40 Millionen Nächtigungen jährlich ist die Lage jedoch ähnlich wie in Tirol – der Tourismussektor überstrahlt die anderen Branchen. Als wirksame Initiativen werden Technologieparks errichtet und gezielt Start-up Unternehmen angesiedelt.

Es gibt keinen Zug vom Flughafen in die City von Las Vegas. Warum? Die starke Taxi Lobby in Vegas verhindert den Ausbau der nötigen Infrastruktur. Das ist ein Problem für den Standort, genau so wie der Wassermangel. In bereits 25 Jahren liegt Las Vegas trocken. Gott sei Dank wird uns das in Tirol nicht passieren. Unser klares, sauberes Wasser zur freien Verfügung haben wir Las Vegas auf jeden Fall voraus.

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