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Tiroler IT Wirtschaft startet durch

Das vergangene Jahr 2007 war durch eine Aufbruchsstimmung in der Tiroler IT-Wirtschaft gekennzeichnet. Den Startschuss lieferte die Tiroler Wirtschaftskammer mit ihrer Initiative für den Ausbau des Tiroler IT-Standortes. Im Herbst folgte die Tiroler Zukunftsstiftung mit ihren Plänen zur Bildung eines IT-Clusters. Es hat sich also viel getan, wie geht es weiter? Dipl.-Inform. Christoph Holz, erfolgreicher IT-Unternehmer und Sprecher der Tiroler IT-Wirtschaft, stand Econova Rede und Antwort.

Herr Holz, die Tiroler IT Wirtschaft war im letzten Jahr sehr präsent in den Medien. Wie schätzen Sie die aktuelle Stimmung ein?

Der Branche geht es ausgezeichnet. Mehr Fachkräfte könnten wir allerdings schon brauchen. Unternehmer, die hier längerfristig denken, haben begonnen, Lehrlinge für den eigenen Betrieb auszubilden.

Es freut mich ganz besonders, dass die Bedeutung der IT-Wirtschaft für Tirol mittlerweile auf breiter Basis erkannt wird. Mit dem Informatik-Studium wurde schon früh die Grundlage für eine langfristige Entwicklung geschaffen. Die Signale aus der Landespolitik sind sehr positiv und die Zukunftsstiftung erfüllt uns mit der Gründung eines IT-Clusters einen langjährigen Wunsch. Unsere Branche hat ein starkes Selbstbewusstsein entwickelt – das freut mich besonders.

 

Bleiben wir bei der Studie zum Ausbau der Tiroler IT-Wirtschaft von Prof. Buchberger. Hier werden durchaus visionäre Konzepte skizziert. Braucht es wirklich derart große Visionen?

Ich bin davon überzeugt, dass es visionäre Ideen braucht. Innovative Pilotprojekte leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit unserer gesamten Wirtschaftsregion. Auch seitens der Politik wurde uns durch Wirtschaftslandesrat Bodner signalisiert, dass die Informationstechnologie für die gesamte Zukunftsentwicklung Tirols äußerst wichtig ist.

Denken Sie nur an den Transitverkehr. In Tirol ein rein negativ besetztes Thema. Wie wäre es, dem ein Zentrum für Verkehrsinformatik gegenüberzustellen und so einen positiven Beitrag zu leisten.

Ich bin zuversichtlich, dass wir rasch an die Umsetzung solcher Pilotprojekten schreiten können, um die Leistungsfähigkeit der Tiroler IT zu demonstrieren.

Kommen wir zum IT-Cluster. Was bringt eine solche Einrichtung?

Beispielsweise gibt es große Aufträge, die für Tiroler Unternehmen aufgrund ihrer geringen Mitarbeiterzahl noch unerreichbar sind – mehrer Unternehmen gemeinsam schaffen das aber. Dafür braucht es eine organisatorische Struktur.  Leider finden sich in Tirol kaum Kunden für große IT-Projekte. Internationalisierung ist daher eine zentrale Strategie. Die Kompetenz dazu ist vorhanden, was uns noch fehlt ist ein entsprechendes positives IT-Image Tirols. Als Tiroler Unternehmer in Deutschland einen Schikurs zu verkaufen ist kein Problem. Das traut man uns zu. Bei IT-Projekten müssen wir schon doppelt so gut sein wie die Konkurrenz, damit man uns auch das zutraut.

Was können wir in der nächsten Zeit von Ihnen erwarten?

Wir machen uns nun an die Entwicklung von Pilotprojekten. Ideen dazu sind jederzeit willkommen.  Die Schienen für eine Erfolgsstory der Tiroler IT sind gelegt. Jetzt kommt es darauf an, das wir als Unternehmer etwas daraus machen.

Vielen Dank für das Gespräch!

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