Mastercard hat kürzlich mehrere Blockchain-Patentanmeldungen eingereicht und gehört somit zu einem der größten Investoren weltweit in der Blockchaintechnologie. Derzeit verfügt das Unternehmen über etwa 30 Blockchain-Patente.

Wofür setzt Mastercard die Blockchain ein?

Kreditkartenbetrug ist ein großes Problem für Kartenanbieter und verursacht jedes Jahr Schäden in Millionenhöhe. Konkret könne Mastercards Lösung so aussehen, dass in einer öffentlichen Blockchain die Bilder der Kreditkarten verschlüsselt gespeichert werden und nur für die Zahlung die Karte mit dem öffentlichen Key zur Zahlung entschlüsselt und nach der Zahlung mit dem Private Key wieder verschlüsselt wird.

Gründe für die Blockchain

Die beim Bezahlvorgang geöffnete Blockchain-Anbindung zeichnet sich durch vier große Merkmale aus:

  1. Datenschutz: die Mastercard Blockchain bietet hohen Datenschutz, indem sichergestellt wird, dass die Transaktionsdetails nur zwischen den Teilnehmern einer Transaktion ausgetauscht werden, und das Transaktionskonto gleichzeitig vollständig überprüfbar und gültig bleibt.
  2. Flexibilität: Partner können die Blockchain-APIs in Verbindung mit einer breiteren Palette von Mastercard-APIs verwenden, um leistungsstarke, neue Anwendungen zu erstellen. Software Development Kits sind derzeit in sechs verschiedenen Sprachen verfügbar, um die Integration der APIs noch einfacher zu gestalten.
  3. Skalierbarkeit: Die Blockchain ist auf kommerzielle Verarbeitungsgeschwindigkeit und Erweiterbarkeit ausgelegt, indem ein Konsens zwischen einem vertrauenswürdigen Netzwerk-Moderator und Netzwerkteilnehmern erzielt wird.
  4. Reichweite: Die Mastercard Blockchain ist in das Zahlungsnetzwerk von Mastercard integriert, das 22.000 Finanzinstitute umfasst. So können Gelder mittels Blockchain-Technologie transferiert werden.

Zudem beschreibt MasterCard in seinen Veröffentlichungen seine blockchain-basierte Datenbank, die Zahlungen sofort verarbeiten kann. Diese Methode würde die Transaktionsabrechnungszeiten erheblich reduzieren.

Die Blockchain-Lösung von Mastercard sind in mittlerweile in der Lage, sichere und nahtlose nicht-kartenbasierte Zahlungsvorgänge wie Business-to-Business-Zahlungen und Trade-Finance-Transaktionen zu ermöglichen. Darüber hinaus ist Mastcard mit dieser Technologie in der Lage, nicht-zahlungsbasierte Lösungen wie Herkunftsnachweise zur Verfügung zu stellen, die die Authentifizierung von Produkten über die gesamte Lieferkette hinweg erleichtert.

Natürlich sind mittlerweile auch die Wettbewerber Visa und American Express bereit, signifikant in die Blockchain-Technologie zu investieren und liegen nur knapp hinter Mastercard.

Neben verschiedenen Anwendungen im Finanzbereich nutzt Mastercard auch zunehmend Blockchain-Technologie für interne Prozesse. Zu diesem Zweck will Mastercard über 150 neue Technologie-Entwickler einstellen.

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