Die innovativste Technologie in Zukunft, von der man sich weitrechende Veränderungen verspricht ist die Quantentechnologie beziehungsweise der Quantencomputer.

Ein Hotspot dieser Technologie befindet sich in Innsbruck. Innsbrucker Forscher haben mit dem hiesigen Quantencomputer nun 200 Rechenschritte ausgeführt – was bis jetzt kein anderes Team auf der Welt in dieser Form geschafft hat. (Die Informationen wurden für das Experiment in vier Atomen gespeichert. Damit mach damit rechnen kann, müssen Kalzium-Ionen tagelang stabil gehalten werden, was technisch extrem aufwändig ist.) In Bezug dazu hat das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF), mit dem Ziel in den nächsten Jahren in Österreich einen kommerziellen Quantencomputer zu konstruieren, der Universität Innsbruck eine Beteiligung an dem Spin-off Alpine Quantum Technologies GmbH (AQT) ermöglicht.

Der Grund dafür ist verständlich: Um den Stellenwert der neuen und starken Technologie aufzuzeigen, reicht ein Einblick in die Investitionen von namhaften, globalen Riesen wie IBM, Google oder Microsoft, die in Milliardenhöhe und unter intensivstem Druck investieren und forschen an der Entwicklung von Quantencomputern um sie weitmöglichst in die Wirtschaft zu integrieren. Denn wie aktuelle Studien aufzeigen, werden Quantencomputern bis 2020 ein Marktvolumen von rund einer Milliarde Euro bei Wachstumsraten zwischen 20 und 35 Prozent jährlich angerechnet. Somit hat mit diesem innovativen Schritt auch Österreich die einmalige Chance, einen wissenschaftlichen Vorsprung in einen wirtschaftlichen Vorteil umzuwandeln und das in einem Zukunftsfeld mit enormen Potenzial“, so die Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck.

Quantentechnologien zählen zu den Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts und bieten fortwährendes Wachstum nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die gesellschaftlichen und sozialen Ebenen wie beispielsweise im Bereich der sicheren Informationsübermittlung, der verbesserten medizinischen Diagnostik oder der genaueren Wettervorhersagen. So überzeugten sich auch Wissenschafts- und Forschungsminister Heinz Faßmann und Landeshauptmann Günther Platter während ihres Besuches im Labor des Instituts für Experimentalphysik der Universität Innsbruck und überzeugten sich persönlich vom Forschungsfortschritt auf dieser wichtigen Ebene.

Die Universität Innsbruck nimmt durch seine intensive und grundlegende Forschung der Quanteninformationsverarbeitung seit Mitte der 1990er-Jahre eine führende Rolle in diesem Gebiet ein. Und genau diese Position und das entsprechende Know-how wird nun mit der Existenz der Alpine Quantum Technologies GmbH auch in der technologischen Umsetzung genutzt. Die österreichischen Quantenphysiker zählen zur Weltspitze, das gilt insbesondere für den Standort Innsbruck und für die renommierten und vielfach ausgezeichneten Forscher wie Prof. Rainer Blatt und Prof. Peter Zoller. Dieser bestehende Schwerpunkt muss insbesondere im Hinblick auf internationale Wettbewerbsfähigkeit und Anwendungsmöglichkeiten ausgebaut werden“, betonte Wissenschafts- und Forschungsminister Heinz Faßmann.

Fazit: Die Alpine Quantum Technologies GmbH (AQT) wird die in den Innsbrucker Labors erforschte Ionenfallen-Technologie für die Quantencomputer der Zukunft weiterentwickeln und deren Vision vom Quantencomputer „Made in Austria“ in vielen Einsatzbereichen weltweit wahr werden lassen.

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